Ich bin verliebt!!!
In die Musik, in die wunderwunderschöne Kulisse und in die Schauspieler (sogar in Russell Crowe :D)...
Originaltitel: Les misérablesGenre: Musical- Verfilmung
Länge: 158 min
deutscher Kinostart: 21. Februar 2013
freigegeben: ab 12
Regisseur: Tom Hooper
Schauspieler: u.a. Hugh Jackman, Russell Crowe, Anne Hathaway
Filmplakat
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Les_Mis%C3%A9rables_%282012%29
Inhalt
Der Sträfling Jean Valjean wird nach 19 Jahren Gefangenschaft als Sklave Frankreichs endlich auf Bewährung freigelassen. Da er jedoch weiterhin von Javert, einem Polizeiinspektor, verfolgt und beobachtet wird, beschließt er unterzutauchen und sich einen neuen Namen anzueignen.Jahre später, nachdem er sich ein neues Leben aufgebaut hat, erkennt ihn Javert wieder und Valjean muss fliehen. Auf seiner Flucht nimmt er die Tochter Fantines, Cosette, bei sich auf und sie gehen zusammen nach Paris.
Valjean und Javert treffen nach Jahren des Versteckens beim Juniaufstand 1832 wieder aufeinander.
Meinung
Der Post- Titel sagt ja eigentlich schon alles :D.Bereits als der Film angekündigt wurde, war ich Feuer und Flamme, da ich sowieso ein großer Fan von Musicals und ihren Verfilmungen bin. Und auch diesmal bin ich absolut begeistert!
Ich fange an mit der Musik, dem ja eigentlich wichtigsten Element in einer MUSICAL- Verfilmung :D.
Schon in der ersten Szene, in der dem Zuschauer verdeutlicht wird, wie sehr die Sträflinge, zu denen ja auch Jean Valjean gehört, leiden müssen, wird einem die emotionale Spannweite der Lieder bewusst. Von gefühlvollen Soli oder Duetten bis zu eingängigen und teilweise auch lustigen Chormelodien ist alles vertreten.
Obwohl vielen Leuten die Musik ja bereits bekannt war, aufgrund der deutlich älteren Bühnenversion, lassen die Darsteller das Ganze völlig anders klingen. Vor allem da der Regisseur Tom Hooper, als Erster überhaupt, darauf bestand, dass alle Lieder live vor der Kamera gesungen werden mussten, statt wie bei anderen Musical- Verfilmungen ein Album aufzunehmen und dieses beim Dreh laufenzulassen.
Allen voran Anne Hathaway, die mich mit ihrer unglaublich schönen und genauso traurigen Version von "I dreamed a dream" zu Tränen gerührt hat und auch aufgrund ihrer tollen schauspielerischen Leistungen den Nebendarstellerinnen- Oscar absolut zu Recht erhalten hat.
Hugh Jackman, der ja bereits Musical- Erfahrung und sogar eine Ausbildung hat, konnte mich ebenfalls mit seiner ausdrucksstarken Stimme beeindrucken und auch sein doch extrem ausgeprägter Tremolo hat mich nicht sonderlich gestört. Außerdem ist er einfach ein grandioser Schauspieler und kann so dem Zuschauer die Dramatik seiner Rolle perfekt darlegen.
Beim Lesen von anderen Rezensionen zu Les Misérables ist mir aufgefallen, dass viele Blogger Russell Crowes Darbietung des Polzeiinspektors Javert nicht als gut beurteilen. Da muss ich vehement widersprechen! Natürlich merkt man, dass er durch seine mangelnde Erfahrung nicht dasselbe Stimmvolumen wie Hugh Jackman besitzt, aber ich finde, dass er seine Arbeit gut erledigt hat, allein schon wegen seiner schauspielerischen Leistung, da Javert ja nun der komplexeste Charakter in der Geschichte ist, da es schließlich Gründe für sein skrupelloses Handeln gibt.
Die anderen Nebendarsteller wie Amanda Seyfried ( Cosette), Samantha Barks ( Éponine) und Eddie Redmayne ( Marius) konnten ebenfalls in ihren Rollen überzeugen, obwohl mir Eddie Redmayne sängerisch von ihnen am besten gefallen hat, da er durch seine Darbietung von "Empty chairs at empty tables" für einen weiteren zu Tränen rührenden Moment gesorgt hat. Außerdem fand ich es nicht gerechtfertigt, das Amanda Seyfried immer so sehr in den Vordergrund gerückt wird, obwohl ihre Rolle als erwachsene Cosette außer der Liebesgeschichte zwischen ihr und Marius nicht viel zur Geschichte beiträgt.
Froh war ich außerdem über die Besetzung des Ehepaares Thénadiers. Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen gaben dem Film die nötige Prise Witz dazu, durch ihre Darbeitungen als diebische und verlogene Wirtsleute. Wenn es diese Passagen im Film nicht gegeben hätte, wäre der Film vermutlich zu erdrückend geworden und ich wäre aus dem heimlich-eine-oder-zwei-Tränen-vergießen gar nicht mehr herausgekommen ;).
Doch obwohl die Musik und die Darsteller so eine tolle Voraussetzung, für eine TOP- Bewertung schaffen, muss ich bei der Handlung einen Makel anmerken.
Die Liebesgeschichte zwischen Marius und Cosette verläuft meiner Meinung nach ein bisschen zu schnell und man kann sie in die Schublade stecken: "Ich kam, sah und heiratete ;)". Sie begegnen sich das erste Mal auf der Straße und Marius ist sofort klar, dass er Cosette nie verlieren möchte. Könnte natürlich sein, dass es in der damaligen Zeit üblich war, dass man den Menschen, den man einmal toll findet, auch heiratet ( wenn man überhaupt das Glück hatte, sich das aussuchen zu dürfen). Naja, sonst ist der Film wenigstens frei von Hollywodd- Klischees...
Fazit
Alles in Allem bin ich sehr froh mir diesen Film angeschaut zu haben ( und ich werde ihn mir nochmal ansehen), da er in allen Dingen, emotional, künstlerisch und nachdenklich machend, bereichert.Ich bin allgemein eher nah am Wasser gebaut, kann mich trotzdem aber meistens zusammenreißen :D, aber bei diesem Film konnte ich mich im Kino vor allen Leuten nicht mehr beherrschen und habe echte Tränen geweint.
Nach solchen Kino- Abenden habe ich immer das Bedürfnis mich zu bedanken und so danke ich jetzt den Darstellern, Claude- Michel Schönberg ( für die wundervolle Musik) und Victor Hugo für die Idee, denn ohne Idee hätte der Film gar nicht erst enstehen können und die Welt wäre um einen tollen Film ärmer gewesen.
Einzig und allein die klischeehaftige Liebesgeschichte veranlasst mich dazu nur 4,9 Sterne zu vergeben, aber ich runde auf 5 Sterne auf und schiebe ein TOP hinterher!!
Und jetzt meine Fragen an euch:
Habt ihr Les Misérables schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? Und ganz wichtig: Was sagt ihr zu Russell Crowe ;)?
An alle, die noch nicht in diesem Film waren:
SCHAUT IHN EUCH AN :D!!!
LG Clara :)