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Freitag, 30. Mai 2014

Linna singt von Bettina Belitz




Bettina Belitz
 512 Seiten
Hardcover
YA, Thriller
Einzelband
2012

 


Linna hat die Mitglieder ihrer alten Band "Linna singt" fünf Jahre nicht mehr gesehen. Seit dem Tag an dem sie aus der Gruppe ausstieg, hat sie auch nicht mehr gesungen. 
Doch dann wird sie von Maggie zu ein paar Tagen in den österreichischen Bergen eingeladen, um dort für einen Auftritt zu proben. Die anderen wissen nicht, dass Linna schon lange nicht mehr singt, aber trotzdem sagt sie zu.
Und beginnt ein Aufenthalt, der sich im Laufe der wenigen Tage immer mehr zu einer Art Psychospiel gegen Linna entwickelt. Sie wird von allen als Lügnerin bezeichnet und keiner kann sie wirklich leiden.
Und um den Strudel aus Missverständnissen, Hass und Unterstellungen zu unterbrechen, muss Linna sich ihren tiefsten und am meisten schmerzenden Erinnerungen stellen. Dort ist alles versteckt. Auch der Grund, warum Linna nicht mehr singt...

Sonntag, 20. April 2014

Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

Wenn du jeden Tag in einem anderen Körper aufwachst...




David Levithan
400 Seiten
Hardcover
Jugendbuch
Einzelband?
März 2014


A. wacht jeden Morgen in einem anderen Menschen auf und lebt für einen Tag, für 24 Stunden, dessen Leben. Er weiß nicht warum, er weiß nur, dass er seit seiner Geburt bereits so lebt.
Bis jetzt ist er damit auch relativ gut zurechtgekommen, indem er versucht hat mit niemandem in diesen 24 Stunden irgendwelche emotionalen Bindungen aufzubauen.
Doch dann trifft er eines Tages auf Rhiannon. Und verliebt sich unsterblich in sie.
Aber kann diese Liebe überhaupt funktionieren?

Montag, 2. September 2013

Rezension "Verlieb dich nie in einen Vargas" von Sarah Ockler


Wenn man merkt, wie grausam deutsche Buchtitel manchmal sein können!


Copyright CBT Verlag

Originaltitel: Book of broken hearts
Autorin: Sarah Ockler
Verlag: Cbt 
Genre: Jugendbuch, Liebesgeschichte, Gegenwartsliteratur
Reihe: Nein
Seitenzahl: 416 
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 26. August 2013












Inhalt


Es ist Judes letzter Sommer zu Hause. Danach wird sie aufs College gehen. Doch nicht nur deswegen weiß sie, dass dann nach dem Sommer alles anders sein wird. Ihr Vater ist schwerkrank und so tut sie alles, um mit ihm eine schöne Zeit zu verbringen.
Im Schuppen im Garten entdeckt sie ein altes Motorrad mit dem ihr Vater in seiner Jugend immer quer durch ganz Argentinien gefahren ist und die beiden beschließen, dass es repariert werden soll. Wie es der Zufall so will, heißt der junge Mechaniker, den sie engagieren Emilio Vargas. Keine gute Idee, hat Jude ihren drei großen Schwestern doch immer versprochen, sich nie mit einem Vargas-Bruder anzulegen.
Doch für Jude ist das ganze nur eine Geschäftsbeziehung und sie ist sich felsenfest sicher, dass sie NIE etwas für Emilio empfinden könnte.
Oder etwa doch??

Mittwoch, 28. August 2013

Rezension "Silhouette" von Thalia Kalipsbrakis


Wenn man sich zum ersten Mal fragt, ob das was man immer wollte, das Richtige ist

Copyright Thienemann Verlag/Planet Girl

Originaltitel: Silhouette - Ambition is everything
Autorin: Thalia Kalipsbrakis
Genre: Jugendbuch, Gegenwartsliteratur
Reihe: Nein
Seitenzahl: 256 Seiten
Format: Klappenbroschur
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2013












Inhalt


Seit dem sie klein ist, bedeutet Scarlett das Tanzen alles.
Jede freie Minute verbringt sie in der Tanzakademie oder in Proberäumen, um noch besser zu werden, als sie ohnehin schon ist. Denn sie ist der Star, sie ist beliebt und hat eine gute Chance beim Nationalballett als Solotänzerin aufgenommen zu werden und in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten.
Doch dann ändert sich mit einem Schlag alles, als sie eigentlich nur aus Spaß bei einem Casting für ein Musikvideo teilnimmt und tatsächlich genommen wird. Zudem lernt sie den charmanten und überaus gutaussehenden Sänger des Liedes kennen Moss und dieser zeigt ihr die Glamour-Welt in allen ihren Facetten.
Und schnell wird Scarlett klar: Sie kann nicht beides haben, aber für was soll sie sich entscheiden?


Samstag, 24. August 2013

Rezension "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze


Wenn Jugendliebe mal wieder alles Interessante verdrängen muss!

Copyright Egmont INK Verlag

Autorin: Julie Leuze
Verlag: Egmont INK 
Genre: Jugendbuch, Gegenwartsliteratur, Liebesgeschichte
Reihe: Nein
Seitenzahl: 320 
Format: Softcover
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2013














Inhalt


Himmelblaue Funken. Diese spürt und sieht Sophie, wenn sie in Mattis Augen schaut. 
Es ist Liebe auf den ersten Blick, als er zum ersten Mal das Klassenzimmer betritt und offenbar fühlt Mattis genauso.
Für beide ist es etwas völlig Neues: echte Liebe, eine von der Art, die die Liebenden über sich hinauswachsen lässt.
Denn das ist in diesem Sommer wichtig für beide. Für Sophie wird es Zeit, endlich das alte Familiengeheimnis aufzuklären und endlich zulassen, dass jemand in ihr Inneres sieht und Mattis hat sein eigenes, verborgenes Geheimnis..


Sonntag, 4. August 2013

Rezension "Nashville" von Antonia Michaelis


Mein erstes Buch der hochgelobten Autorin und es hätte nicht schlimmer kommen können...

Copyright Oetinger Verlag

Autorin: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Genre: Jugendbuch, Thriller, Gegenwartsliteratur
Reihe: Nein
Seitenzahl: 480 
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 30. Juli 2013












Inhalt


Für die 18-jährige Svenja beginnt nun endlich ihr eigenes mit allem was dazugehört. Studium und eigener Wohnung.
Doch in dieser in Tübingen angekommen, findet sie einen auf dem Kopf stehenden Jungen in ihrem Küchenschrank, der furchtbar verwahrlost aussieht und kein einziges Wort redet.
Sie nennt ihn Nashville, nach dem Aufdruck auf seinem Pullover und lässt ihn bei sich wohnen. Beide scheinen sich aneinander zu gewöhnen, bis es eine Reihe von Morden gibt, die jedesmal an Obdachlosen auf dieselbe Art und Weise ausgeführt werden.
Hat Nashville, der manchmal des Nachts verschwindet, damit etwas zu tun? Oder handelt es sich bei dem Mörder um jemand anderen aus Svenjas Umfeld?


Meinung


Ich muss ja gestehen, dass dieses Werk hier das erste von Frau Michaelis war.
Meine Neugierde war sehr groß, denn die Lager spalten sich von den höchsten Lobgesängen zu den zerschmetternsten Verrissen.
Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut, als meine Buchhändlerin mir das Buch in die Hand drückte und meinte, ich solle es lesen, sie habe es blöd gefunden, aber vielleicht sei sie nicht die Altersklasse.

Also habe ich es gelesen. Und muss mich mit dieser Rezension leider zum Teil den Verrissen anschließen.

"Nashville", und wie ich hörte eigentlich auch die anderen Bücher "Der Märchenerzähler" und "Solange die Nachtigall singt", lebt größtenteils von der Erzählweise, weshalb ich diesmal mit dem Schreibstil der Autorin beginne.

Da ging das Unglück nämlich schon los! 
Ich gebe es ja zu: Ich mag es, wenn ein Buch einen poetischen, philosophischen Schreibstil hat, aber irgendwann ist es dann auch mal genug mit der ganzen Wortmalerei und Wortwiederholungen.
Antonia Michaelis Stil kann ich leider nur als "Möchtegern"-poetisch bezeichnen, das ganze Buch wirkt wie ein schlechtes Gedicht, was sich nicht reimt. Es war anstrengend zu lesen und vielleicht eine von gefühlt tausenden Metaphern fand ich ganz in Ordnung. Und für solch einen Stil sind 480 Seiten einfach zu viel, denn ich war ehrlich erleichtert als das Buch ausgelesen war.

Die Erleichterung kam nämlich nicht nur aufgrund der Tatsache, dass mir die Erzählweise nicht gefallen hat, nein. 

Genauso wenn nicht sogar furchtbarer war Svenja als Protagonistin.
Seit "Findind Sky" hab ich nicht mehr so eine dämliche, strohdoofe, möchtegern-Erwachsene, naive Hauptfigur erlebt.
Natürlich ist das hart für das Kind, aber wenn ich ein Kind in meiner Wohnung finde, gehe ich zur Polizei oder Sozialamt und lasse es nicht bei mir wohnen!
Außerdem kommt man ja mit gerade mal süßen 18 Jahren auch nicht ein einziges Mal auf die Idee die Mutter anzurufen, damit sie einem unter die Arme greift, denn: hey! Mit 18 ist man laut Gesetz erwachsen, was geistliche Reife betrifft, kann mir doch egal sein.
Das ihr die Probleme mit Nashville und den Morden dann leider über den Kopf wachsen, merkt sie leider zu spät.
 
Außerdem ist Svenja mit ihren 18 Jahren ein ganz schönes Betthäschen, denn sie schafft es doch tatsächlich auf 480 Seiten mit vier verschiedenen Menschen zu schlafen, eine Frau ist übrigens auch dabei (Versteht mich nicht falsch, da hab ich gar nichts gegen, aber wenn ein Kind im Zimmer ist, kann man sich doch - egal ob Mann oder Frau- ein BISSCHEN zurückhalten?!).

Die Nebencharaktere sind aber auch alle nicht besonders berauschend.
Svenja lernt auf der Uni, sie studiert übrigens Medizin, eine Menge netter, trinkender und kiffender Menschen kennen.
Unter ihnen zum Beispiel Friedel (WAS IST DAS FÜR EIN NAME???!!! Wenn es die Abkürzung für Friedrich ist, würde ich lieber Friedrich heißen wollen!), der eigentlich nur wegen seines Vaters Medizin studiert, aber sich nicht traut um sich gegen ihn aufzulehnen.
Ach, und ich dachte 18-jährige sind schon so erwachsen? Da müssen über 20-jährige ja schon bald geistig in Rente gehen....

Katleen ist Kunststudentin und gehört auch zur Clique, sowie Kater Carlo und Thierry, die immer mal wieder zusammen sind und dann auch wieder nicht, weil sie sich nicht trauen.
Die beiden waren von den erwachsenen Studenten die einzigen beiden, die ich mochte. Sie haben ihr Ding gemacht (beide sind schwul) und waren irgendwie sympathisch. Leider nehmen sie eine viel zu kleine Rolle ein. 
Genau wie die Obdachlosentruppe, die im Laufe des Buches immer kleiner wird, da sie vom Mörder nacheinander umgebracht werden. Sie sind alle besondere Persönlichkeiten und der eine formulierte auch diese eine Metapher, die mir gefallen hat. Er sei "der Junge zwischen den Zeilen", da er von niemandem wahrgenommen wird.

Bevor ich noch zum letzten großen Kritikpunkt komme, der Handlung, möchte ich noch eine Sache anmerken, die mir gut gefallen hat und das war der stumme Junge Nashville, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, wegen dem, was er durchgemacht hat und wie er damit umgeht. 
Ich kann Svenja verstehen, dass sie ihn sehr gern hat und ihn nicht abgeben will, aber zu Beginn kannte sie ihn ja noch nicht.

Zum Abschluss noch die Handlung.
Die Thriller-Elemente waren ja ganz nett irgendwie und vermischt mit dem Auftauchen Nashvilles und der Frage, ob er der Mörder ist und wenn nicht wer dann, auch durchaus spannend, hätte ich nicht gleich nach dem Auftauchen dieser Person gewusst, dass sie der Mörder ist.
Es war so offensichtlich, dass ich mich manchmal ertappte, wie ich Svenja anjammerte, sie möge ihren kleinen Intelligenzquotienten anstrengen.


Fazit


Ein Satz mit: Das war wohl gar NIX, liebe Frau Michaelis. Z
Zwar werde ich noch wenigstens ein anderes Buch von ihr lesen, damit ich sehen kann, ob das ein Ausrutscher war, aber "Nashville" hat mir so richtig gar nicht gefallen.
Das Buch hat Glück, dass mir die Nebencharaktere größtenteils zugesagt haben und dass mir Charaktere und Figuren allgemein sehr wichtig sind, weshalb ich nicht nur 1 Stern vergeben werde.
Es sind nun also GAAAAANZ knappe 2 Sterne von 5 für "Nashville - Das Wolfsspiel".


Challenges


  • Find the Cover --> E wie Einkerbungen
  • Chaos-Challenge --> Nr. 19: "Lies ein Buch, auf dessen Cover eins der vier Elemente zu sehen ist."
  • ABC-Challenge --> N
  • ABC-Challenge der Protagonisten --> S wie Svenja
  • Buchchallenge --> Nr. 2: Ein Buch, dessen Cover dir nicht gefällt.

 

 

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rezension "Ohne ihn" von Kerry Cohen Hoffmann


Meine durchaus gelungene Pink-Buch-Premiere

Originaltitel: It's not you, it's me
Autorin: Kerry Cohen Hoffmann
Verlag: Oetinger (Pink)
Genre: Jugendbuch, Zeitgenössische Literatur, Liebesgeschichte
Reihe: Nein
Seitenzahl: 176
Format: Klappenbroschur
Erscheinungsdatum: Mai 2013











Inhalt


Zoe ist bereits ein halbes Jahr glücklich mit Henry zusammen und immer noch über alles in ihn verliebt. Bis Henry auf einmal mit ihr Schluss macht und eine Welt für sie zusammenbricht und sie in das vollkommene Gefühlschaos taucht: mit Tränen, Gedichten, Wut und Ich-kann-doch-nicht-OHNE-IHN-Gedanken.
Und um Zoe wieder glücklich zu sehen, schmieden ihre Freundinnen und sie einen Plan, damit Henry wieder zur Besinnung kommt und Zoe zurücknimmt.
Doch natürlich verläuft das alles nicht ohne Peinlichkeiten...




Montag, 24. Juni 2013

Rezension "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" von Sophia Bennett


Die glitzernde Welt der Mode und die bitteren Seiten der Realität verpackt in diesem süßen Kinder-/Jugendbuch!

Copyright Carlsen/Chicken House

Originaltitel: Threads
Autorin: Sophia Bennett
Verlag: Chicken House
Genre: Kinderbuch, Jugendbuch, Contemporary
Reihe: Ja, Band 1
Seitenzahl: 272 Seiten
Format: Hardcover ohne Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: September 2010











Inhalt


Nonies Leben ist die Mode. Sie liebt es ihre eigenen Anziehsachen umzudekorieren und somit ihren persönlichen verrückten Stil ausleben zu können.
Ihre Freundin Jenny muss sich nach ihrer Teilnahme in einem Hollywoodfilm um Interviews kümmern und steckt in einer ernsthaften Kleidungskrise, nämlich das perfekte Kleid für den roten Teppich zu finden.
Edie, Nonies andere beste Freundin, hält Mode für oberflächlich und feilt lieber an ihrem Lebenslauf und versucht die Welt zu retten.
Die drei Mädchen sind vollkommen unterschiedlich, haben andere Interessen und Probleme, doch dann treffen sie auf die 12-Jährige Krähe aus Uganda.
Mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche und einem riesigen Talent fürs Designen ausgestattet, erweckt sie sofort das Interesse der drei Freundinnen und zu viert machen sie sich an die Arbeit, Krähes großen Traum zu erfüllen.

Aber da ist noch ein anderer Traum von dem kleinen Mädchen, der sich nicht so leicht verwirklichen lässt...  


Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension "Zwei an einem Tag" von David Nicholls


Wenn man zwanzig Jahre braucht, um zubegreifen, dass man sich liebt...

Copyright Heyne Verlag

Originaltitel: One Day
Autor: David Nicholls
Verlag: Heyne 
Genre: Roman, Liebesgeschichte
Reihe: Nein
Seitenzahl: 544
Format: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14. März 2011













Inhalt


1988: Emma und Dexter lernen sich bei ihrer Abschlussfeier kennen und verbringen eine Nacht miteinander.
Am nächsten Morgen trennen sich ihre Wege und das Leben beginnt für sie beide. Es zeigt ihnen Erfolg und Enttäuschung, Glück und Unglück und die Antwort zu der Frage, wo sie an jenem Tag der gemeinsamen Nacht in den darauffolgenden Jahren stehen werden. Miteinander oder getrennt?

Sie können sich nicht vergessen, aber sie verpassen sich immer wieder..
 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Rezension "Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen" von Aimee Bender


Eine zarte Geschichte mit einer kleinen Prise Magie über Familienzusammenhalt und die Geheimnisse, die jeder in einer Familie mit sich herumträgt

Copyright Berlin Verlag

Originaltitel: The particular sadness of Lemon Cake
Autorin: Aimee Bender
Verlag: Berlin Verlag 
Genre: Roman, Jugendbuch, Familiengeschichte
Reihe: Nein
Seitenanzahl: 320 
Erscheinungsdatum: 12. November 2012(der Taschenbuch-Ausgabe)








Inhalt


Ein paar Tage vor ihrem neunten Geburstag probiert Rose Edelstein den Zitronenkuchen, den ihre Mutter für sie gebacken hat und kann zwischen den Zutaten, die eigentlich in so einem Kuchen enthalten sind, eindeutig einen Hauch von Traurigkeit rausschmecken. 
Das Gleiche beim Abendessen und ab diesem Tag bei jedem Gericht, das Rose isst.
Seien es die Cookies aus dem Café oder das Roastbeef ihres Vaters:
Durch jeden Bissen erfährt Rose eine ganze Menge, meist mehr als ihr lieb ist.

Wird sie lernen mit ihrer besonderen Gabe umzugehen?



Meinung


Dieser magische, verrückte Roman ist eindeutig etwas Eigenes und ich bin mir immer noch nicht genau sicher, was ich von ihm halten soll...

Was ich aber auf jeden Fall zuerst einmal sagen möchte, ist, dass ich die Idee einfach unbeschreiblich schön finde und man so etwas selten in einem Buch zu lesen bekommt.
Denn es steckt viel mehr dahinter, als man im ersten Moment vermutet.

Rose kann auf einmal, kurz bevor sie neun Jahre alt wird, Emotionen aus Gerichten herausschmecken, die die Person, die die Speise zubereitet hat, dabei fühlte.
Soweit, so gut. Man denkt natürlich, dass das eigentlich eine ganz praktische Gabe ist, aber man vergisst leicht, dass Rose noch ein Kind ist und mit diesen ganzen Eindrücken, die auf ihrer Zunge landen, noch gar nicht umgehen kann.
Damit fühlt sie sich schließlich so unwohl, dass sie einen Nervenzusammenbruch bekommt und ab da versucht nur noch maschinell gefertigtes Essen zu essen, da Maschinen ja keine Gefühle haben.
Außerdem reicht ihre Fähigkeit nicht nur bis in die Emotions-Welt von Menschen, sie kann aus den Gerichten die einzelnen Zutaten rausschmecken und weiß zum Beispiel nach einem Stück Kuchen von welchem Bauernhof die Eier kommen und ob es Hühner aus Käfig- oder Freilandhaltung waren.

Da es in dieser Geschichte hauptsächlich um Rose und ihre Familie geht, gibt es in der Handlung natürlich nicht die ganz große Spannung, aber "Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen" ist eines dieser Bücher, die ohne sie auskommt. 
Zum einen, weil der Schreibstil so unglaublich schön ist, mit vielen sprachlichen Bildern, beinahe schon poetisch.
Und zum anderen: Die Autorin fokussiert sich sehr auf die Charaktere.

Rose an sich mag man von der ersten Sekunde schon leiden. Zu Beginn als naive 9-Jährige, die mit ihrer ungewöhnlichen Begabung fertigwerden muss, in der Mitte als Teenager, der sich halbwegs an die Situation gewöhnt hat und am Ende als Erwachsene, die lernt ihre Vorteile zu ziehen.
Sie macht definitiv eine Charakterwandlung durch, aber es war einfach ganz simple Sympathie, wegen der ich mich für Rose begeistern konnte.

Und obwohl sie die Protagonistin ist, erfährt man erstaunlich viel über die Menschen in ihrem Umfeld, die mich mit einer großen Tiefe überraschen konnten.

Da sind einmal Roses Eltern, beide vollkommen unterschiedlich. Die Mutter: künstlerisch und freiheitsliebend und der Vater: ruhig und ordentlich.
Beide haben ihre Geheimnisse, ihre guten Seiten und ihre Macken, aber mehr kann ich auch nicht sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen.

Eine große Rolle spielt außerdem George, der beste Freund ihres großen Bruders.
Nur ihm erzählt sie von ihrer Fähigkeit, er glaubt ihr sogar und führt versuchsweise einige "Experimente" durch, bei denen die beiden ins Café gehen, Rose errät, was in dem Gericht enthalten ist und sie danach die Angestellten fragen, ob Rose die richtigen Zutaten aufgezählt hat.
George ist allein deshalb, weil er ihr glaubt und für sie da ist, ihre Kindheitsliebe und ich lasse jetzt offen, wie sich die Geschichte der beiden entwickelt.

Roses Bruder Jospeh darf man auch nicht vergessen, denn in dem Moment, in dem er eigentlich erst richtig in der Handlung mitspielt, wird es verwirrend.
Jospeh als Person ist der wahre Naturwissenschaftler.
Verliebt in seine Bücher, in seine Fächer, still und stundenlang in seinem Zimmer mit irgendetwas beschäftigt.
Doch auch mit ihm scheint etwas nicht zu stimmen.
Öfters passiert es, dass er nach tagelangem Verschwinden plötzlich vollkommen dehydriert wieder auftaucht und aber keinem sagen will, wo er war.

Wie schon gesagt, an dieser Stelle wird das Buch dann merkwürdig und ich muss künftige Leser warnen, dass dieser Roman nichts für Realisten ist.
Die Herkunft von Roses Begabung und warum sie sich ausgerechnet kurz vor ihrem neunten Geburtstag zeigen lässt, wird nicht geklärt, es gibt ein paar Andeutungen mehr nicht.
Und Josephs Geheimnis ist noch viel seltsamer.



Fazit


Und gerade deswegen, weil diese Geschichte so seltsam und realistisch zu gleich ist (es geht immerhin immer noch ums Erwachsenwerden), ist sie etwas Besonderes.
Angefangen von einer neuen, zauberhaften Idee, über einen poetischen Stil bis hin zu einer sehr sympathischen Protagonistin und mehreren netten Nebencharakteren.
Die volle Punktzahl kann ich nicht verteilen, da selbst mir das Ende ein bisschen ZU merkwürdig war und ich erstmal eine halbe Stunden nachdenken musste, was jetzt eigentlich passiert war.
Also: 4 Sterne und es lohnt sich!



Challenges


  • Find the Cover --> D wie Docht
  • Chaos-Challenge --> Nr. 21: "Lies ein Buch, dessen Titel mit 'Die...' beginnt."
  • ABC-Challenge der Protagonisten --> R wie Rose
  • Buchchallenge 2013 --> Nr. 11: Ein Buch mit allen Vokalen im Titel
   

Dienstag, 14. Mai 2013

Rezension "König Dame Joker" von Louis Sachar


Louis Sachar ist doch immer wieder für eine Überraschung und schafft es ohne Probleme ein wahrlich besonderes Buch über ein Kartenspiel zu schreiben!


Originaltitel: The Cardturner
Autor: Louis Sachar
Verlag: Bloomsbury
Genre: Jugendbuch, Gegenwartsliteratur, Liebesgeschichte
Reihe: Nein
Seitenzahl: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: August 2011









Inhalt

Die Sommerferien haben begonnen und für Alton scheinen sie nicht gerade zum Vergnügen zu werden, denn seine Eltern zwingen ihn, Zeit mit seinem blinden, sehr alten und genauso schwerreichen Großonkel zu verbringen. 
Das heißt, ihn dreimal die Woche in seinen Bridge-Club zu fahren und ihm die Karten zu legen.
Das einzige, was Alton über Bridge weiß, ist, dass es ein Kartenspiel ist, das (seiner Meinung nach) vorzugsweise von alten Damen mit kleinen Hüten auf dem Kopf gespielt wird, doch erst im Laufe der Zeit merkt er, dass dieser Sommer der Sommer seines Lebens wird.

Freitag, 5. April 2013

Rezension "Eine Jeans für Vier" von Ann Brashares

Eine Liebesgeschichte an das Leben und ganz besonders an die Freundschaft!

Copyright cbt Verlag

Originaltitel: The Sisterhood of the Traveling Pants
Autorin: Ann Brashares
Verlag: Cbt Verlag 
Genre: Jugendbuch 
Reihe: 1. Teil der "Eine Jeans für Vier"-Reihe
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. April 2005    







Inhalt

Carmen, Tibby, Bridget und Lena sind schon seit ihrer Geburt beste Freundinnen, da ihre Mütter sich bei einem Schwangerschafts-Aerobickurs kennenlernten und diese sich somit auch anfreundeten.

Die Septembers, so nennen sie sich, weil sie alle im Spätsommer kurze Zeit nacheinander Geburtstag haben, haben seitdem alles zusammen gemacht und nichts konnte sie je trennen.

Doch diesen Sommer verbringen sie zum ersten Mal getrennt.

Carmen besucht ihren Vater in South Carolina, Tibby bleibt als Einzige zu Hause mit einem Ferienjob in der Drogerie, Bridget fährt in ein Fußball-Camp und Lena besucht ihre Großeltern in Griechenland.

Um in Kontakt zu bleiben, schicken sie eine ganz normale Jeans auf Reisen, die sie in diesem Sommer zusammenhalten soll.

Meinung

Ich mochte das Buch schon beim ersten Mal an, ich habe es als Re-Read für eine Challenge gelesen, aber erst jetzt ist mir wieder aufgefallen, dass es zu den besten zeitgenössischen Jugendbüchern gehört, das ich je gelesen habe.


Natürlich, die Handlung ist nicht die Aufregendste.


Carmen entdeckt in einem Secondhandshop eine Jeans, kauft sie und vergisst auch sofort wieder. Erst als alle Septembers bei ihr zu Hause versammelt sind, erinnert Tibby sie an die Jeans und aus Spaß probieren alle vier Mädchen die Hose an.

Und wie durch ein Wunder passt sie allen wie angegossen, obwohl sie total verschiedene Figurentypen sind.

Nachdem sie nun also die "Magie" der Jeans entdeckt haben, beschließen sie diese zwischen ihren Urlaubsorten hin- und herzuschicken, um von sich trotzdem etwas zu haben, während sie getrennt sind.


Doch dadurch, dass die Handlung so simpel ist, ist sie einfach nur realistisch.

Die Probleme, die die vier Protagonistinnen meistern müssen, kennt der Leser aus seiner eigenen Teenager-Zeit, entweder, weil er sich an sie erinnert, oder weil er sie gerade durchlebt. Sei es Liebeskummer, Enttäuschung über die Familie oder Streitigkeiten. 

Gerade diese alltäglichen Probleme machen das Buch authentisch.


Zu dem äußerst schönen Lesegefühl trägt aber auch der sehr einfühlsame Schreibstil von Ann Brashares bei. Durch die großartigen Beschreibungen der Gefühle ihrer Protagonistinnen, kann man sich noch besser in sie hineinversetzen und ihre Handlungsweise verstehen.


Die Charaktere sind überhaupt toll ausgearbeitet.

Jedes der vier Mädchen hat einen bestimmten Charakterzug, der es ausmacht.

Carmen, die Ordungsliebende und Vernünftige. Tibby, die Rebellin. Bridget, die Energische. Lena, die Schüchterne.

Das mag zwar klischeehaft klingen, weil man denken könnte, dass die Autorin einfach nur möglichst viele verschiedene Persönlichkeiten zusammentun wollte, aber in der Realität ist es ja auch so, dass Cliquen aus unterschiedlichen Menschen bestehen.

Dadurch, dass sie alle so anders sind, ist auch für jeden Leser eine Protagonistin dabei, mit der er sich am besten vergleichen kann, bei mir war es Lena, weil sie mir sehr ähnlich ist, aber alle Septembers sind unglaublich liebenswert und ich habe mit ihnen lachen und weinen können.

Fazit

Ich muss es einfach nochmal wiederholen!

Ann Brashares "Eine Jeans für Vier" ist für mich eines der besten zeitgenössischen Jugendbücher überhaupt, weil es einfach so wunderbar authentisch ist und wie kein anderes Buch die schönen und aber auch weniger schönen Seiten des Erwachsenwerdens beleuchtet und ich vergebe schon deshalb volle 5 Sterne, weil es jetzt mal ein Re-Read war, der sich gelohnt hat!

Challenges

  • Re-Read-Challenge Nr. 2/9
  • Find the Cover --> H wie Hose
  • Chaos-Challenge --> Nr. 34 "Lies ein Buch aus dem cbt-Verlag."
  • ABC-Challenge --> (Eine) Jeans für Vier