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Samstag, 28. September 2013

Rezension "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker


Ein literarisches Festmahl für alle Liebhaber der feinen Lesekost!

Copright Piper Verlag

Originaltitel: La verité sur l'affaire Harry Quebert
Autor: Joel Dicker
Verlag: Piper 
Genre: Roman
Reihe: Nein
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 736
Erscheinungsdatum: 13. August 2013













Inhalt


Kurz nachdem Marcus Goldman seinen alten Mentor und Freund Harry Quebert anruft, um ihn um Hilfe bei einer Schreibblockade zu bitten, wird in dessen Garten eine Leiche aufgefunden.
Der Skandal ist perfekt, als Queberts Originalmanuskript des Romans mit dem er in der Welt der Literatur berühmt wurde neben der 33 Jahre toten Person aufgefunden wird und sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die damals 15-jährige Nola Kellergan handelt, mit der, wie er kurz danach zugibt, Quebert eine heimliche Beziehung hatte.
Für die Behörden ist der Fall klar und der einst hochangesehene Autor wird verhaftet, des Mordes angeklagt und höchstwahrscheinlich auch zum Tode verurteilt.
Marcus Goldman ist der einzige, der ihm noch beisteht und so macht er sich auf in Harrys Wohnort, um des Rätsels Lösung zu finden. Und um vielleicht DIE Idee für sein neues Werk zu bekommen...

Montag, 2. September 2013

Rezension "Verlieb dich nie in einen Vargas" von Sarah Ockler


Wenn man merkt, wie grausam deutsche Buchtitel manchmal sein können!


Copyright CBT Verlag

Originaltitel: Book of broken hearts
Autorin: Sarah Ockler
Verlag: Cbt 
Genre: Jugendbuch, Liebesgeschichte, Gegenwartsliteratur
Reihe: Nein
Seitenzahl: 416 
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 26. August 2013












Inhalt


Es ist Judes letzter Sommer zu Hause. Danach wird sie aufs College gehen. Doch nicht nur deswegen weiß sie, dass dann nach dem Sommer alles anders sein wird. Ihr Vater ist schwerkrank und so tut sie alles, um mit ihm eine schöne Zeit zu verbringen.
Im Schuppen im Garten entdeckt sie ein altes Motorrad mit dem ihr Vater in seiner Jugend immer quer durch ganz Argentinien gefahren ist und die beiden beschließen, dass es repariert werden soll. Wie es der Zufall so will, heißt der junge Mechaniker, den sie engagieren Emilio Vargas. Keine gute Idee, hat Jude ihren drei großen Schwestern doch immer versprochen, sich nie mit einem Vargas-Bruder anzulegen.
Doch für Jude ist das ganze nur eine Geschäftsbeziehung und sie ist sich felsenfest sicher, dass sie NIE etwas für Emilio empfinden könnte.
Oder etwa doch??

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rezension "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens


Ein Buch, welches durch unverdorbenen Kitsch und einen Protagonisten zum Verlieben glänzt und einfach glücklich macht, wenn man es liest!


Copyright Rowohlt Verlag

Autorin: Holly-Jane Rahlens
Verlag: Wunderlich 
Genre: Jugendbuch, Liebesgeschichte, Science Fiction
Reihe: Nein
Seitenzahl: 432
Format: Klappenbroschur
Erscheinungsdatum: 9. März 2012











Inhalt


Finn Nordstrom lebt im Jahr 2264 in einer Welt, in der Gefühle selten und Liebe so gut wie ausgestorben ist.
Finn ist außerdem Sprachwissenschaftler mit dem Schwerpunkt auf die inzwischen tote Sprache Deutsch und bekommt von seinem Vorgesetzten den Auftrag, ein Tagebuch eines Mädchens zu übersetzen, das aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts stammt.
Zuerst kann er sich mit seiner Aufgabe gar nicht anfreunden (wen interessieren schon die Tagebücher eines pubertierenden Teenagers), aber irgendwann beginnen ihn die Gedanken des Mädchens, das vor seinen Augen erwachsen wird, zu faszinieren und als er sie in einem Virtual-Reality Spiel treffen soll, ist er sofort dabei.
Nicht wissend, dass er dabei als Versuchskaninchen für geheime Zwecke verwendet wird.
Doch das ist gar nicht das merkwürdigste: Was ist das für ein Gefühl, dass er spürt, wenn er das Mädchen erblickt?


Montag, 10. Juni 2013

Rezension "Ein Jahr voller Wunder" von Karin Thompson Walker


Wenn sich die Erde auf einmal langsamer dreht...

Copyright btb Verlag

Originaltitel: The age of miracles
Autorin: Karen Thompson Walker
Verlag: btb 
Reihe: Nein
Seitenzahl: 320 Seiten
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2013













Inhalt


Die Neuigkeit wird verkündet, als die 11-jährige Julia mit ihren Eltern am Frühstückstisch sitzt.
Seit kurzer Zeit verlangsamt sich die Erdrotation spürbar und die Forscher wissen noch nicht, wie sich das auf das zukünftige Leben auwirken wird.
Und nach diesem Morgen ist alles anders wie zuvor.
Nicht nur die persönlichen Probleme, wie Julias erste Liebe, Streiterein zwischen ihren Eltern und alte Freundschaften, die kaputtgehen, beschäftigen die Familie, auch die Folgen der Verlangsamung lassen nicht lange auf sich warten.
Und die Frage stellt sich: Hast du die Zeit, die dir zur Verfügung stand, für die richtigen Dinge genutzt?


Meinung


In der heutigen Zeit gibt es eine Menge Endzeitromane, Dystopien oder auch postapokalyptische Geschichten, aber ein Buch wie "Ein Jahr voller Wunder" hat es in diesem Genre noch nie gegeben und wird es bestimmt auch nicht wieder.

Da wäre schon einmal die ungewöhnliche Idee.
Denn nicht wie sonst tritt der Untergang der bisher gewohnten Welt durch einen blutrünstigen Krieg oder durch Epidemien, die Millionen von Menschen töteten, ein.
Es ist eine schleichende Gefahr, die den Menschen in diesem Roman das Leben schwer macht.
Zu Beginn merkt man den Unterschied zu vorher und überhaupt die Auswirkungen auf die Umwelt kaum, aber als dann irgendwann ein einziger Tag über 40 Stunden dauert, zeigen sich die ersten Probleme.
Die Licht- und Dunkelheitperioden werden beispielsweise jeweils immer länger und durch die lange Helligkeit wird es unerträglich heiß und aufgrund der langen Nächte sterben die Nutzpflanzen ab, da diese nicht genügend Sonne bekommen um zu wachsen.
Durch das langsame Drehen der Erde steigt die Anziehungskraft der Erde und so passiert es später immer wieder, dass Vögel vom Himmel stürzen, weil sie zu schwach sind, um sich in der Luft zu halten.
Und dies sind nur ein paar der erschreckenden Folgen der Verlangsamung.

Die Gesellschaft spaltet sich in Menschen, die weiterhin nach der normalen 24-Stunden-Uhr leben und in eine Gruppe, die sich die Echtzeiter nennen, die versuchen ihren Biorhythmus an die neuen Tageszeiten anzupassen.

Außerdem wird die Geschichte von einem Mädchen erzählt, der 11-jährigen Julia, die gerade die ersten Phasen der Vorpubertät erlebt.
Streit mit der besten Freundin, die Eltern werden komisch und natürlich die erste, leise Liebe zu Seth Moreno, ein Klassenkamerad von ihr.

So wie die Seiten vorbeifliegen, so wird Julia auch älter und reifer, auch natürlich wegen der Umstände. In einer Welt, in der jeder Tag länger ist als der davor und in der die Lebensumstände immer schwieriger werden, muss ein Kind leider schneller erwachsen sein wie sonst.

Ich habe Julia jedenfalls sofort ins Herz geschlossen mit ihrer Schüchternheit und ihrem lieben Wesen und auch die Nebencharaktere mochte ich zwar nicht immer, aber das lag einfach an ihrer Persönlichkeit und nicht an ihrer fehlenden Authentizität, die war vorhanden!

Aber das ist ja alles schön und gut, eine gute Idee und gute Charaktere machen eine Geschichte noch lange nicht zu etwas so Besonderem wie diesem Buch.

Es war der Schreibstil, der mich ganz und gar verzaubert hat und den ich ohne großes Überlegen zu meinen Top 3 dazuzähle.
Er ist philosophisch, malerisch, poetisch, aber man kommt sich nie wie in einer Gartenbeschreibung von Rosamunde Pilcher vor. 
Ich kann das jetzt nur schwer beschreiben, aber den Schreibstil kann man vielleicht als "bittersüß" bezeichnen, wenn ihr versteht, was ich meine..

Genauso bittersüß fällt das Ende auf, das auf der einen Seite offen bleibt, aber man weiß eigentlich genau wie es ausgeht und das ist das tragische.
Und trotzdem taucht wieder die Devise des ganzen Romans auf:

Egal was passiert, man muss versuchen weiterzumachen!


Fazit


Ich merke gerade erst, dass die Rezension mal erstaunlich kurz geworden ist, aber mehr muss man zu diesem wundervollen Buch nicht sagen.

Es hat mich berührt, das letzte Kapitel verdient den Preis: "Bestes letztes Kapitel aller Zeiten" und ich werde dieses Buch bestimmt noch einmal lesen, nur um in diese fantastisch zusammenpassenden Worte einzutauchen.
Eigentlich erzählt der Roman nur das Leben eines ganz normalen, belanglosen Lebens, aber genau das trifft ins Herz, denn es stellt sich nach dem Zuklappen die Frage:

Was würdest du machen?

Volle 5 Sterne, eigentlich viel mehr, und ein TOP inklusive einen TOP-3-Platz für die Autorin in meiner "Lieblingsschreibstil-Platzierung".
Ich hoffe, man hört mehr von ihr!


Challenges


  • Find the Cover --> D wie Dächer
  • Chaos-Challenge --> Nr. 29: "Lies einen Debütroman."
  • ABC-Challenge der Protagonisten --> J wie Julia
  • Buchchallenge --> Nr. 4: Ein Buch in dem mindestens ein Tier vorkommt."
  • ABC-Challenge Nr. 2 --> J   


Freitag, 24. Mai 2013

Rezension "Harry Potter und der Stein der Weisen" von Joanne K. Rowling


Fantasieversprühende, herzerwärmende und einfach magische Geschichte zum Immer-wieder-lesen und Sich-verzaubern-lassen <33...


Copyright Carlsen Verlag

Originaltitel: Harry Potter and the Philosopher's Stone
Autorin: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen 
Genre: Kinderbuch, Jugendbuch, Fantasy
Reihe: Ja, Band 1
Seitenzahl: 336 Seiten
Erscheinugsdatum: Juli 1998












Inhalt


Harry Potter wächst bei seinen unausstehlichen Verwandten, den Dursleys, auf, da seine Eltern früh starben.
Doch er ist kein normaler Junge!
An seinem 11. Geburtstag erfährt er, dass er ein Zauberer und obendrein noch berühmt ist, da er für den Sturz Lord Voldemorts verantwortlich ist, einer der schrecklichsten und bösesten Zauberer, die es je gab, der auch Harrys Eltern tötete.
Da er jetzt nun 11 Jahre alt ist, ist es Zeit für ihn, nach Hogwarts zu gehen, eine Internatsschule für junge Hexen und Zauberer, auf der er das Zaubern und alles, was dazugehört lernen soll.
Und es wird ein Jahr voller Abenteuer für Harry Potter. Denn dunkle Mächte, von denen man dachte, sie kämen nie mehr zurück, scheinen sich wieder zu rühren und Harry muss es mit seinen Freunden gegen sie, Fabelwesen und gemeine Mitschüler aufnehmen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Rezension "König Dame Joker" von Louis Sachar


Louis Sachar ist doch immer wieder für eine Überraschung und schafft es ohne Probleme ein wahrlich besonderes Buch über ein Kartenspiel zu schreiben!


Originaltitel: The Cardturner
Autor: Louis Sachar
Verlag: Bloomsbury
Genre: Jugendbuch, Gegenwartsliteratur, Liebesgeschichte
Reihe: Nein
Seitenzahl: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: August 2011









Inhalt

Die Sommerferien haben begonnen und für Alton scheinen sie nicht gerade zum Vergnügen zu werden, denn seine Eltern zwingen ihn, Zeit mit seinem blinden, sehr alten und genauso schwerreichen Großonkel zu verbringen. 
Das heißt, ihn dreimal die Woche in seinen Bridge-Club zu fahren und ihm die Karten zu legen.
Das einzige, was Alton über Bridge weiß, ist, dass es ein Kartenspiel ist, das (seiner Meinung nach) vorzugsweise von alten Damen mit kleinen Hüten auf dem Kopf gespielt wird, doch erst im Laufe der Zeit merkt er, dass dieser Sommer der Sommer seines Lebens wird.

Montag, 13. Mai 2013

Rezension "Rot wie das Meer" von Maggie Stiefvater


Worte für das zu finden, was ich beim Lesen dieses Buches gefühlt habe, ist mir relativ schwer gefallen, denn dieses Buch ist auf jeden Fall etwas Besonderes!

Copyright Script 5-Verlag
Originaltitel: The Scorpio Races
Autorin: Maggie Stiefvater
Verlag: script 5 
Genre: Jugendbuch, Mystery, Urban-Fantasy, Liebe
Reihe: Nein
Format: Hardcover
Seitenzahl: 430 
Erscheinungsdatum: November 2012











Inhalt


Im November kommen die Capaill Uisce, genauso grausame wie wunderschöne Wasserpferde auf die Insel Thisby und das bedeuetet, dass das Skorpio-Rennen stattfindet, bei dem die männlichen Inselbewohner auf diesen Tieren gegeneinander antreten.
Wer dieses Rennen gewinnt, erlangt Ruhm, Ehre und vor allem Geld. Genau aus diesem Grund entschließt sich Puck Connolly als erste Frau in der Geschichte des Rennens teilzunehmen.
So auch Sean Kendrick, der aber im Gegensatz zu ihr, schon bereits viermal das Skorpio-Rennen gewonnen hat.
Wer wird dieses Jahr gewinnen und wessen Blut färbt am Ende die Wellen rot?

Dienstag, 12. März 2013

( Rezension) "Wunder" von Raquel J. Palacio

Ich weiß nicht, ob die Autorin das Buch mit Absicht so genannt hat, damit man dann bei positiven Rezensionen einfallsreiche Wortspiele damit machen kann, aber ich muss genau das jetzt tun und sagen:

Dieses Buch ist einfach WUNDERbar!!! 

Copyright Hanser Verlag

Originaltitel: Wonder
Autor: Raquel J. Palacio
Verlag: Hanser
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Reihe: Nein
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 384 
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2013 





Inhalt

August Pullman war sein ganzes Leben schon anders. Aufgrund eines Gendefektes musste er schon früh viele Operationen über sich ergehen lassen und konnte deshalb nie eine normale Schule besuchen.
Doch jetzt soll er in die fünfte Klasse einer Middleschool eingeschult werden.
Er weiß, dass er oft angestarrt wird und versucht es seinen Mitschülern nicht übel zu nehmen, wenn sie gemein zu ihm sind, da sie es meistens gar nicht mit Absicht sind, aber trotzdem würde er gerne manchmal einfach nur unsichtbar sein. 
Letztendlich wagt er den Schritt doch und die ganze Welt kann endlich erfahren, was für ein warmherziger und witziger Junge August Pullman tatsächlich ist.

Meinung

Schon als ich das Buch einen Tag nach seinem Erscheinen in meiner Stammbuchhandlung gesehen habe, war mir klar: Dieses Buch muss ich lesen!
Ich hatte vor nicht so langer Zeit "Das Phantom der Oper" verschlungen ( beide Versionen: einmal die von Gaston Leroux hier und einmal die von Susan Kay hier) und die Geschichte hatte mich ein bisschen daran erinnert, natürlich nur bezogen auf die Entstellung des Gesichtes.
Und zum Glück hatte meine Buchhändlerfreundin auch glatt noch eine Leseexemplar für mich und ich hatte das Buch an knapp einem Tag ausgelesen.

Das lag zum einen an dem toll zu lesenden Schreibstil von Frau Palacio, die sich auch der Idee bediente, die Geschichte von mehreren Personen erzählen zu lassen. Da das oft schief geht, war das der einzige Punkt bei dem ich skeptisch war, aber die Autorin konnte mir dann beweisen, dass es die Geschichte auch fördern kann, wenn verschiedene Leute sie erzählen. 
In diesem Fall sind es alles Menschen aus Auggies Umfeld und so bekommt man mit, wie sie ihn sehen und was sie über ihn denken.

Natürlich gibt es in der Handlung nicht die ganz große Action, aber die braucht das Buch auch gar nicht, denn es lebt vor allem durch die lebhaften Beschreibungen, die Auggie dem Leser von seinem Leben darbietet.
Dazukommt, dass das Verhältnis von witzigen Dialogen, da August durchaus fähig ist, über sich selbst zu lachen und rührenden Momenten, bei denen er am liebsten den Kopf unter seinem Kopfkissen für immer vergraben möchte, perfekt ausgeglichen ist und so für gute Abwechslung der Emotionen sorgt.  

Doch was wäre ein WUNDERbares Buch ohne WUNDERbare Charaktere. 
Da ist nämlich nicht nur Auggie, der einem schon in der ersten Sekunde ans Herz wächst, sondern auch seine wunderbare Familie, bestehend aus seiner Mutter und seinem Vater und seiner großen Schwester, die es mit ihm als kleinen Bruder auch nie leicht hatte, weil nunmal August durch seine Krankheit immer im Mittelpunkt stand und sie ihre Bedürfnisse immer hinten anstellen musste. 
Außerdem gibt es noch viele andere liebenswerte Nebencharaktere, die August durch das Jahr begleiten und die ihn in seiner schwierigen Lage unterstützen, aber diese möchte ich jetzt nicht vorwegnehmen, da es viel mehr Spaß, sie selber zu entdecken.

Zwar gab es öfters rührende Stellen, wie ich oben schon sagte, aber die Tränen kamen dann doch erst am Ende, das einfach vollkommen ist und wie ich hoffe, allen Menschen, die es lesen, die Augen öffnen wird.

Fazit:

"Wunder" hat mich auf dieselbe Art und Weise umgehauen wie "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Natürlich ist es nicht so traurig und nicht so anspruchsvoll philosophisch, aber es zeigt jedem, der es liest, dass nicht nur das schön ist, was schön scheint und das wir besser die Augen aufmachen sollten für die Dinge, die unser Leben auf WUNDERsame Weise bereichern können, so wie es eben August Pullmann für die Menschen in seinem Leben getan hat.
Deshalb vergebe ich volle fünf Sterne für dieses WUNDERvolle Buch und schließe mich dazu auch noch Finas Meinung an, dass "Wunder" das Buch 2013 ist.


Montag, 4. März 2013

(Film- Rezi) Les misérables


Ich bin verliebt!!!

In die Musik, in die wunderwunderschöne Kulisse und in die Schauspieler (sogar in Russell Crowe :D)...

Originaltitel: Les misérables
Genre: Musical- Verfilmung
Länge: 158 min
deutscher Kinostart: 21. Februar 2013
freigegeben: ab 12
Regisseur: Tom Hooper
Schauspieler: u.a. Hugh Jackman, Russell Crowe, Anne Hathaway

Filmplakat 

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Les_Mis%C3%A9rables_%282012%29
 

Inhalt

Der Sträfling Jean Valjean wird nach 19 Jahren Gefangenschaft als Sklave Frankreichs endlich auf Bewährung freigelassen. Da er jedoch weiterhin von Javert, einem Polizeiinspektor, verfolgt und beobachtet wird, beschließt er unterzutauchen und sich einen neuen Namen anzueignen. 
Jahre später, nachdem er sich ein neues Leben aufgebaut hat, erkennt ihn Javert wieder und Valjean muss fliehen. Auf seiner Flucht nimmt er die Tochter Fantines, Cosette, bei sich auf und sie gehen zusammen nach Paris.
Valjean und Javert treffen nach Jahren des Versteckens beim Juniaufstand 1832 wieder aufeinander.

Meinung

Der Post- Titel sagt ja eigentlich schon alles :D.
Bereits als der Film angekündigt wurde, war ich Feuer und Flamme, da ich sowieso ein großer Fan von Musicals und ihren Verfilmungen bin. Und auch diesmal bin ich absolut begeistert!

Ich fange an mit der Musik, dem ja eigentlich wichtigsten Element in einer MUSICAL- Verfilmung :D.
Schon in der ersten Szene, in der dem Zuschauer verdeutlicht wird, wie sehr die Sträflinge, zu denen ja auch Jean Valjean gehört, leiden müssen, wird einem die emotionale Spannweite der Lieder bewusst. Von gefühlvollen Soli oder Duetten bis zu eingängigen und teilweise auch lustigen Chormelodien ist alles vertreten. 
Obwohl vielen Leuten die Musik ja bereits bekannt war, aufgrund der deutlich älteren Bühnenversion, lassen die Darsteller das Ganze völlig anders klingen. Vor allem da der Regisseur Tom Hooper, als Erster überhaupt, darauf bestand, dass alle Lieder live vor der Kamera gesungen werden mussten, statt wie bei anderen Musical- Verfilmungen ein Album aufzunehmen und dieses beim Dreh laufenzulassen.

Allen voran Anne Hathaway, die mich mit ihrer unglaublich schönen und genauso traurigen Version von "I dreamed a dream" zu Tränen gerührt hat und auch aufgrund ihrer tollen schauspielerischen Leistungen den Nebendarstellerinnen- Oscar absolut zu Recht erhalten hat.

Hugh Jackman, der ja bereits Musical- Erfahrung und sogar eine Ausbildung hat, konnte mich ebenfalls mit seiner ausdrucksstarken Stimme beeindrucken und auch sein doch extrem ausgeprägter Tremolo hat mich nicht sonderlich gestört. Außerdem ist er einfach ein grandioser Schauspieler und kann so dem Zuschauer die Dramatik seiner Rolle perfekt darlegen.

Beim Lesen von anderen Rezensionen zu Les Misérables ist mir aufgefallen, dass viele Blogger Russell Crowes Darbietung des Polzeiinspektors Javert nicht als gut beurteilen. Da muss ich vehement widersprechen! Natürlich merkt man, dass er durch seine mangelnde Erfahrung nicht dasselbe Stimmvolumen wie Hugh Jackman besitzt, aber ich finde, dass er seine Arbeit gut erledigt hat, allein schon wegen seiner schauspielerischen Leistung, da Javert ja nun der komplexeste Charakter in der Geschichte ist, da es schließlich Gründe für sein skrupelloses Handeln gibt.

Die anderen Nebendarsteller wie Amanda Seyfried ( Cosette), Samantha Barks ( Éponine) und Eddie Redmayne ( Marius) konnten ebenfalls in ihren Rollen überzeugen, obwohl mir Eddie Redmayne sängerisch von ihnen am besten gefallen hat, da er durch seine Darbietung von "Empty chairs at empty tables" für einen weiteren zu Tränen rührenden Moment gesorgt hat. Außerdem fand ich es nicht gerechtfertigt, das Amanda Seyfried immer so sehr in den Vordergrund gerückt wird, obwohl ihre Rolle als erwachsene Cosette außer der Liebesgeschichte zwischen ihr und Marius nicht viel zur Geschichte beiträgt.

Froh war ich außerdem über die Besetzung des Ehepaares Thénadiers. Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen gaben dem Film die nötige Prise Witz dazu, durch ihre Darbeitungen als diebische und verlogene Wirtsleute. Wenn es diese Passagen im Film nicht gegeben hätte, wäre der Film vermutlich zu erdrückend geworden und ich wäre aus dem heimlich-eine-oder-zwei-Tränen-vergießen gar nicht mehr herausgekommen ;).

Doch obwohl die Musik und die Darsteller so eine tolle Voraussetzung, für eine TOP- Bewertung schaffen, muss ich bei der Handlung einen Makel anmerken.
Die Liebesgeschichte zwischen Marius und Cosette verläuft meiner Meinung nach ein bisschen zu schnell und man kann sie in die Schublade stecken: "Ich kam, sah und heiratete ;)". Sie begegnen sich das erste Mal auf der Straße und Marius ist sofort klar, dass er Cosette nie verlieren möchte. Könnte natürlich sein, dass es in der damaligen Zeit üblich war, dass man den Menschen, den man einmal toll findet, auch heiratet ( wenn man überhaupt das Glück hatte, sich das aussuchen zu dürfen). Naja, sonst ist der Film wenigstens frei von Hollywodd- Klischees...

Fazit

Alles in Allem bin ich sehr froh mir diesen Film angeschaut zu haben ( und ich werde ihn mir nochmal ansehen), da er in allen Dingen, emotional, künstlerisch und nachdenklich machend, bereichert.
Ich bin allgemein eher nah am Wasser gebaut, kann mich trotzdem aber meistens zusammenreißen :D, aber bei diesem Film konnte ich mich im Kino vor allen Leuten nicht mehr beherrschen und habe echte Tränen geweint. 
Nach solchen Kino- Abenden habe ich immer das Bedürfnis mich zu bedanken und so danke ich jetzt den Darstellern, Claude- Michel Schönberg ( für die wundervolle Musik) und Victor Hugo für die Idee, denn ohne Idee hätte der Film gar nicht erst enstehen können und die Welt wäre um einen tollen Film ärmer gewesen.
Einzig und allein die klischeehaftige Liebesgeschichte veranlasst mich dazu nur 4,9 Sterne zu vergeben, aber ich runde auf 5 Sterne auf und schiebe ein TOP hinterher!!


Und jetzt meine Fragen an euch:
Habt ihr Les Misérables schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? Und ganz wichtig: Was sagt ihr zu Russell Crowe ;)?  

An alle, die noch nicht in diesem Film waren:
SCHAUT IHN EUCH AN :D!!!

LG Clara :)